Wenn der Steg abgenutzt oder schlecht ist, sollte auch er erneuert werden.
Wichtig ist hierbei das Griffbrett beim Entfernen des alten Steges nicht zu
beschädigen. Dies ist vor allem beim Fendersteg anspruchsvoll, da der Steg
seitlich aus dem Grifbrett geklopft werden muss, ohne dass der hintere Teil
des Griffbrettes wegbricht.
Bei diesem Nachbau ist statt eines Fender- ein Gibsonstylesteg verbaut, der durch
Einschieben
einer Klinge zwischen Griffbrett und Steg entfernt werden kann (Vorsicht,
dass die Klinge beim plötzlichen Lösen des Steges den Hals nicht beschädigt).
Der neue Steg wird aus einem Knochenrohling angefertigt (man kann natürlich
auch fertige Plastikstege verwenden). Dazu muss der Rohling mit
Schleifpapier und Feile passend zugeschliffen werden. Die Abstände der
Kerben können normalerweise vom alten Steg übernommen werden.
Als Werkzeug zum Kerben wird normalerweise ein Satz Sattelfeilen verwendet.
So ein Satz ist leider recht kostspielig. Wer nur sehr selten einen Sattel
anfertigen möchte, kann sich aber auch mit einem alten Satz Saiten und einer
Laubsäge behelfen. Die umwundenen Saiten funktionieren so wie sie sind als
Sägeblätter, die nicht umwundenen müssen nach dem Einspannen in die Laubsäge
mit einer Dreiecksfeile senkrecht zur Sägerichtung gekerbt werden.
Es soll nicht verschwiegen werden, dass das Kerben mit diesem Behelf recht
langwierig ist. Auch muss man genau auf die Richtung achten, da die runden
Saiten keine seitliche Führung aufweisen. Auch darf nicht mit viel Druck
gearbeitet werden, sonst biegen sich die Saiten durch und die Kerbe wird
nicht gleichmässig tief, dann ist eine Bundreinheit nicht mehr gegeben. Zum
Glück sind Rohlinge nicht so teuer, so dass man notfalls einen zweiten Versuch starten kann.